zur Wiederherstellung von Natur- und Alpenschutz
Mit einer Exkursion zur Scheidtobelbahn am Fellhorn und einer Kundgebung in Oberstdorf hat das Bündnis „Rettet die Berge“ auf die Folgen des Bayerischen 3. Modernisierungsgesetzes aufmerksam gemacht.
Im Mittelpunkt stand die Kritik an den angehobenen Schwellenwerten für Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) durch das 3. Modernisierungsgesetz. Diese Gesetzesänderung führt dazu, dass die Auswirkungen von Gesamtprojekten auf Natur und Landschaft nicht mehr ausreichend untersucht werden. Fachleute zweifeln zudem an der Vereinbarkeit der Regelungen mit europäischem Recht. Durch die fehlende Gesamtbetrachtung werden die tatsächlichen Auswirkungen auf Natur und Landschaft völlig unterschätzt.
Sabine Rösler vom Verein zum Schutz der Bergwelt sowie Irmela Fischer und Thomas Frey vom BUND Naturschutz erläuterten die ökologisch wertvollen Lebensräume im Scheidtobel, die von Seilbahn- und Pistenausbau betroffen sind. Besonders hervorgehoben wurden seltene Biotope und Vegetationstypen, die nicht kompensierbar sind und die mangelnde Hangstabilität.
„Keiner will die Sanierung der Scheidtobelbahn verhindern“ betont Spitzen-Alpinist Alexander Huber bei der Kundgebung in Oberstdorf. „Es geht darum, dass das, was schützenswert ist, auch geschützt bleibt!“
„Die sensiblen Ökosysteme der Alpen sind bereits von Erderhitzung und hoher Frequentierung bedroht, und geraten nun auch noch durch die bayerische Politik unter Druck“, so Christine Busch (CIPRA).
„Wir wollen die Berge für die Menschen im Allgäu erhalten. Ich fordere Markus Söder auf, den Umweltschutz wieder einzuführen und unsere Heimat zu schützen!“ adressiert Eva Lettenbauer (GRÜNE Bayern) ihr Anliegen konkret.
Das Bündnis „Rettet die Berge“ fordert die Bayerische Staatsregierung daher auf, den Abbau von Naturschutzstandards zu stoppen und die Schwellenwerte für Umweltverträglichkeitsprüfungen wieder auf das frühere Niveau anzuheben. Nur so könne sichergestellt werden, dass die einzigartigen Natur- und Erholungsräume der Alpen langfristig erhalten bleiben.
Unterstützende Institutionen:
BUND Naturschutz in Bayern e.V.
Bündnis 90/Die Grünen Bayern
Gesellschaft für ökologische Forschung
Landesbund für Vogel- und Naturschutz e.V.
Mountain Wilderness Deutschland e.V.
Naturfreunde Deutschland e.V.
ÖDP
Protect Our Winters Germany
SPD
Verein zum Schutz der Bergwelt e.V.
Wildes Bayern e.V.
Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung e.V.
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