Der Klimawandel ist sozial ungerecht. Von den Folgen der Erderwärmung sind diejenigen besonders betroffen, die finanziell und gesellschaftlich schlechter gestellt oder krank sind.
Die Klimakrise trifft Arme härter als Wohlhabende
Die Klimakrise macht die Armen noch ärmer: Steigenden Energie- und Lebensmittelpreise sind für Haushalte besonders hart zu schultern, die schon einen Großteil ihres Budgets für Grundbedürfnisse ausgeben müssen. Außerdem wohnen finanziell schwächere Menschen häufiger in schlecht isolierten Wohnungen, an großen Straßen, haben weniger Platz und selten einen Garten. Sie arbeiten häufiger körperlich und im Freien.
Felix Banaszak:
„Damit die Klimakrise nicht die bestehenden Ungleichheiten weiter verschärft, muss Klimapolitik fair gestaltet werden. Wer wenig besitzt, hat am wenigsten Spielraum, sich an steigende Energiepreise oder klimabedingte Veränderungen anzupassen.
Deshalb braucht es ein regional und sozial gestaffeltes Klimageld, das Einnahmen aus der CO₂-Bepreisung direkt an die Bürger*innen zurückzahlt und vor allem Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen entlastet. Förderprogramme müssen ausgebaut und so gestaltet werden, dass Haushalte mit geringem Einkommen höhere Förderbeiträge erhalten.Fossile Subventionen wie beispielsweise das Dienstwagenprivileg müssen dagegen konsequent abgebaut werden. Das ist notwendig im Sinne des Klimaschutzes und dient der Klimagerechtigkeit. Denn Besserverdienende profitieren nicht nur von diesen Subventionen, sondern tragen auch überdurchschnittlich zur Klimakrise bei. Diejenigen, die das Klima schädigen, müssen auch die Kosten dafür tragen. Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit gehören zusammen.“

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