Wirtschaftsministerin Katherina Reiche zerstört die Energiewende –
und macht Deutschland wieder abhängig!
Von fossilen Energieexporteuren, von autoritären Regimen, von teuren Importen.
PDF zum 10-Punkte-Plan
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Update der Energiewende: Unabhängigkeit, Bezahlbarkeit & Jobs
Deutschland braucht eine starke Energiewende, denn nur so kann Energie für Bürger:innen und die Wirtschaft günstig werden und zugleich das Klima geschont. Bisher sind erst 24% des deutschen Energieverbrauchs durch heimische Erneuerbare gedeckt.
Studien zeigen: Ein schneller Ausbau der Erneuerbaren Energien senkt den Strompreis und damit die Kosten für alle. Zugleich liefert günstiger Strom die Basis, auch günstig zu heizen, zu fahren und zu produzieren – mit Wärmepumpen, Elektromobilität und Elektrifizierung in der Industrie. Gleichzeitig gibt es Herausforderungen bei den Netzen.
Unser grüner 10-Punkte-Plan zeigt, wie es gelingen kann.
1. Ausschreibungsmengen von Wind an Land schnell und dauerhaft von 10 auf 15 GW pro Jahr erhöhen
Windkraft an Land ist einer der zentralen Pfeiler der Energiewende. Wind an Land liefert günstigen Strom – der Zuschlagswert bei der letzten Ausschreibung im November 2025 lag bei gerade mal 6 Cent pro Kilowattstunde, und damit deutlich unter dem Strompreis an der Börse.
2. Recht auf Solar für alle Bürger*innen festschreiben
Solarenergie auf dem Hausdach ist die günstigste Form der Energie für Bürger:innen. Mit selbst hergestelltem Strom auf dem Dach des Hauses, in dem man wohnt, kann man teuren Strom aus dem Netz ersetzen – für den eigenen Verbrauch, für die Wärmepumpe und das Elektroauto. Katherina Reiche plant einen Kreuzzug gegen Aufdach-Solaranlagen plant und die Einspeisevergütung für Dachanlagen.
3. Verteilnetz-Ausbauoffensive 2030
Die Verteilnetze sind aktuell der Flaschenhals der Energiewende. Die gesamte Wirtschaft leidet darunter: Windanlagen, PV-Freiflächen-Anlagen, Batteriespeicher, Rechenzentren, Industriebetriebe, Logistikzentren, E-Lkw-Ladestationen – der Bedarf für zusätzliche Netzanschlüsse ist riesig und wird nicht gedeckt.
4. Stromspeicher massiv ausbauen und systemdienlich steuern statt ausbremsen
Stromspeicher sind ein Segen für die Energiewende und die Verbraucher:innen – sie können den günstigen Sonnenstrom von der Tag in die Nacht transferieren und Windspitzen in anderen Zeiten nutzbar machen. Die systemdienliche Nutzung von Heimspeichern soll ermöglicht und wirtschaftlich attraktiv gemacht werden.
5. Netzausbau billiger machen
Der Übertragungsnetzausbau muss effizienter werden. Die Rückkehr zu Freileitungen als Standard für noch nicht geplante oder genehmigte Übertragungsleitungen, spart Milliarden. Der Übertragungsnetzausbau wird deutlich günstiger, wenn er vorrangig staatlich vorangetrieben wird, statt immer höhere Renditen zu garantieren.
6. Stromsteuer für alle absenken, 600 Stunden kostenloser Sommerstrom
Strom muss billiger werden – für alle, nicht nur für die Industrie. Das macht Wärmepumpen und Elektromobilität attraktiver. Es ist unerträglich, dass die schwarz-rote Koalition die Absenkung der Stromsteuer mehrfach versprochen hat, aber nur für Großverbraucher geliefert hat. Wir fordern eine sofortige Absenkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestniveau.
7. Smart-Meter-Ausbau beschleunigen
Anstatt privates Engagement abzuwürgen, wie es die Wirtschaftsministerin plant, wollen wir die Energiewende noch zugänglicher machen. Voraussetzung dafür ist die Digitalisierung des Energiesystems. Netz- bzw. Messstellenbetreiber müssen endlich allen, die es wollen, schnell und günstig die nötigen digitalen Lösungen für netzdienliches Abrechnen, Schalten und Steuern bereitstellen.
8. Kapazitätsmarkt nicht auf überdimensionierte Gaskraftwerke ausrichten
Wenn im Winter der Strombedarf hoch ist und wenig Wind weht („Dunkelflauten“), braucht es zusätzliche steuerbare Kapazitäten. Anstatt technologieoffen heranzugehen und die benötigten Mengen und Kosten zu reduzieren, plant Katherina Reiche hier einen überdimensionierten Zubau von fossilen Gaskraftwerken. Wir schlagen einen kosteneffizienten Kapazitätsmechanismus vor, der Versorgungssicherheit garantiert und Nachfrageflexibilität hebt, z.B. Stromspeicher.
9. Markthochlauf von Wärmepumpen und Elektromobilität beschleunigen, Netzentgelte senken
Die Netzkosten zu senken ist essenziell. Zentrale Maßnahmen sind die Digitalisierung der Netze und der Verbraucher:innen, die Standardisierung und Digitalisierung der Netzanschlussverfahren, der Fokus auf Freileitung statt Erdkabel und eine stärkere staatlicher Beteiligung an den Übertragungsnetzbetreibern. Je schneller die Elektrifizierung von Wärme, Verkehr und Industrie gelingt, desto geringer die Netzentgelte, weil die fixen Netzkosten auf einen größeren Kreis an Stromverbraucher*innen umgelegt werden. Der schnelle Markthochlauf von Wärmepumpen und Elektromobilität ist hierfür zentral. Die E-Auto-Kaufprämie muss ausschließlich für E-Autos gelten und darf nicht auch für Plug-in-Hybride verschwendet werden.
10. Stromkosten für die Industrie reduzieren, Elektrifizierung vorantreiben
Dazu braucht es den schnellen Ausbau von Wind- und Solarstrom, da nur so die Börsenstrompreise nachhaltig gesenkt werden. Die Netzentgelte müssen für die Industrie so dynamisiert und umstrukturiert werden, dass sie anreizen anstatt zu behindern, ihren Stromverbrauch in Zeiten mit niedrigen Strompreisen zu verlagern.
Die aktuelle Wirtschaftsministerin Katherina Reiche schlägt eine Politik vor, mit der Deutschland in der Gaskostenfalle und der Trump-Abhängigkeit verbleiben würde. Deutschland braucht günstigen und erneuerbaren Strom – für alle Bürger:innen und für die Wirtschaft.

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